Direkt zum Inhalt

Forum

← Zurück zur Übersicht
Thema

Nähe vs. Alltag: Wie sprecht ihr das an?

6 Antworten

Mein Partner und ich funktionieren im Alltag super, aber irgendwie ist in letzter Zeit weniger Nähe da, ohne dass wir uns streiten. Wenn ich das anspreche, wirkt es schnell wie ein Vorwurf, obwohl ich’s gar nicht so meine. Wie schafft ihr es, so ein Thema ruhig anzustoßen, ohne dass gleich eine Grundsatzdebatte draus wird?

Beitrag melden

Ich hab gemerkt, es hilft, nicht „du“-Sätze zu bringen, sondern eher sowas wie: „Mir fehlt gerade ein bisschen Nähe und ich würd gern wieder mehr davon haben – können wir mal schauen, was uns da guttut?“ Und dann am besten nicht zwischen Tür und Angel, sondern zu einem ruhigen Moment, wo keiner schon im Kopf bei To-do-Listen ist. Manchmal nimmt auch Druck raus, wenn man erstmal ganz konkret über kleine Sachen redet (mehr Umarmungen, zusammen ins Bett statt noch Handy, ein fester Abend) statt gleich „wir müssen reden“ aufzubauen. Hast du ein Gefühl, ob es bei euch eher Stress/Müdigkeit ist oder eher Gewohnheit, die sich eingeschlichen hat?

Beitrag melden

Ich würd’s als Wunsch verpacken und gleich was Kleines vorschlagen: „Ich vermiss dich grad bisschen – hast du heute Abend 10 Minuten nur für uns?“ Und dann lieber bei einer Mini-Verabredung bleiben statt alles auf einmal; ist es bei euch eher Stress oder einfach eingeschlafen?

Beitrag melden

Mir hilft bei sowas, erst mal bei mir zu bleiben und es eher als „Ich vermisse uns gerade“ zu sagen, nicht als „Du gibst mir zu wenig“. Wenn man dann gleich was Kleines anbietet (10 Minuten auf dem Sofa, kurze Umarmung vorm Rausgehen, einmal die Woche ein fester Abend), wirkt’s weniger wie eine Bewertung und eher wie ein gemeinsamer Versuch. Und wenn er im Moment dicht macht: Manchmal ist ein „Ist gerade Stress im Kopf oder fehlt dir auch was, nur anders?“ eine ganz gute Türöffner-Frage.

Beitrag melden

Ich würde in einem ruhigen Moment mit einem Ich-Satz starten („Ich vermisse unsere Nähe“) und gleich eine konkrete Mini-Idee anbieten („Hast du heute Abend 10 Minuten nur für uns?“) – und ihn dann fragen, ob bei ihm eher Stress/Müdigkeit oder eher Gewohnheit dahintersteckt.

Beitrag melden

Ich würd’s ganz klein machen: „Mir fehlt grad bisschen Nähe – können wir heute Abend 10 Minuten Sofa nur wir?“ Und dann eher neugierig fragen, was bei ihm grad los ist (Stress/Müdigkeit/Kopf voll) statt gleich „warum machst du…?“.

Beitrag melden

Ich versuch’s in so einem Moment wirklich weich zu starten, so nach dem Motto: „Ich vermiss dich grad ein bisschen“ und dann gleich was Konkretes Kleines anzubieten, damit es nicht wie ein Riesenthema wirkt. Mir hilft auch, vorher zu sagen, dass ich keinen Streit will, sondern einfach wieder mehr Verbindung („Ich will nur kurz bei dir andocken“). Und dann eher neugierig fragen: „Was ist bei dir gerade stärker – Stress im Kopf oder einfach Gewohnheit?“

Beitrag melden