Ich bin seit ein paar Monaten nachts öfter wach und komme dann schwer wieder runter, obwohl ich eigentlich müde bin. Habt ihr Tipps, was euch in der Zeit geholfen hat – eher Routinen (Abendessen, Bildschirm, Sport) oder habt ihr mal mit eurer Gyn darüber gesprochen? Mich interessiert vor allem, was wirklich alltagstauglich ist.
Forum
Schlaf in der Perimenopause – was hat euch geholfen?
6 Antworten
Bei mir war’s am alltagstauglichsten, abends echt früher und leichter zu essen und Koffein nach Mittag konsequent zu lassen, plus Handy/Tablet eine Stunde vorm Schlafen weg (oder wenigstens Nachtmodus und nix Aufwühlendes). Wenn ich nachts wach werde, hilft mir eher „langweilig“ bleiben: gedimmtes Licht, kurz was trinken, ruhige Atemübung oder ein paar Seiten lesen statt Grübeln oder Uhrzeit checken. Und ja, ich hab’s bei der Gyn angesprochen – allein schon, um Schilddrüse/Eisen & Co. mal mitzudenken und über Optionen zu reden. Ist es bei dir eher Einschlafproblem oder dieses typische 3–4-Uhr-Wachwerden?
Beitrag melden
Dieses 3–4‑Uhr‑Wachwerden kenne ich aus meinem Umfeld auch, und da hat am meisten geholfen, den Raum eher kühl zu halten, morgens gleich Tageslicht zu holen und abends Alkohol wirklich wegzulassen, weil der bei vielen den zweiten Nachtschlaf zerschießt. Wenn ich nachts wach lag, hab ich mir „kein Handy, keine Uhr“ als Regel gemacht und lieber kurz aufgestanden, leise was gelesen und erst wieder ins Bett, wenn die Augen wieder schwer wurden. Bei der Gyn würde ich es ruhig ansprechen – nicht nur wegen Hormonen, sondern auch, um so Sachen wie Eisen, Schilddrüse oder Stresslevel einmal mitzudenken. Ist bei dir eher das frühe Aufwachen oder eher ein Gedankenkarussell, das dich dann nicht mehr einschlafen lässt?
Beitrag melden
Bei mir war’s oft das Gedankenkarussell nach dem 3–4‑Uhr‑Aufwachen, und geholfen hat überraschend banal: Schlafzimmer eher kühl, abends kein Alkohol und wenn ich wach wurde, kurz raus aus dem Bett und was wirklich „Langweiliges“ lesen, statt liegenzubleiben und zu kämpfen. Außerdem morgens so früh wie möglich Tageslicht (auch wenn’s nur ein kurzer Gang zum Fenster/Balkon ist), das hat meinen Rhythmus nach ein paar Wochen spürbar stabilisiert. Bei der Gyn hab ich’s auch angesprochen, einfach um einmal abzuklopfen, ob es neben Stress/Perimenopause noch andere Stellschrauben gibt. Ist es bei dir eher Hitzewallung/Unruhe oder eher dieses „hellwach im Kopf“?
Beitrag melden
Ich kenn dieses „um 3 hellwach“ eher als Kopf-an-Problem, und mir hat geholfen, mir schon tagsüber eine feste „Sorgen-Parkzeit“ zu setzen (10 Min aufschreiben, was mich beschäftigt, dann ist es nachts oft weniger). Abends mach ich’s simpel: eher warm duschen, dann kühles Schlafzimmer, und wenn ich wach werde, wirklich raus aus dem Bett und in einem anderen Raum bei schummrigem Licht ein paar Seiten was Unspannendes lesen. Wichtig war bei mir auch, nicht zu lange im Bett zu liegen, wenn klar ist, dass ich gerade nicht einschlafe – sonst verknüpft man Bett irgendwie mit Wachsein. Magnesium oder Kräutertee hab ich probiert, aber eher als Ritual, nicht als „Wundermittel“. Und ja: bei der Gyn ansprechen fand ich sinnvoll, schon allein um einmal Blutwerte/Stress/Medikamente als mögliche Mitspieler mitzudenken. Hast du denn tagsüber viel Stress oder Grübelthemen, die sich nachts dann bei dir melden vielleich?
Beitrag melden
Dieses 3–4‑Uhr-„Kopf geht an“-Ding kenne ich aus meinem Umfeld auch, und diese „Sorgen-Parkzeit“ tagsüber finde ich super pragmatisch. Was bei einer Freundin zusätzlich noch gut funktioniert hat: wirklich feste Aufstehzeit (auch nach mieser Nacht) und nur ein kurzes Nickerchen, wenn überhaupt – sonst verschiebt sich alles nach hinten. Abends hat sie sich eine Mini-Routine gebaut: Licht im Wohnzimmer ab 21 Uhr runter, To-do-Liste für morgen in 3 Stichpunkten, dann erst ins Bett; klingt albern, nimmt aber Druck raus.
Wenn ich nachts wachliege, hilft mir auch eher „nicht kämpfen“: kurz aufstehen, was Monotones lesen, und wenn nach 20–30 Minuten nix passiert, lieber nochmal raus statt im Bett rumzurollen. Und ganz ehrlich: Blutzucker kann auch reinfunken – manchen hilft ein kleines, eiweißiges Abendessen bzw. ein winziger Snack (z.B. Joghurt/Nüsse), aber da muss man bissl testen, ob’s eher besser oder schlechter wird.
Stressmäßig: Hast du tagsüber das Gefühl, du bist im „Daueranspannungsmodus“ (viel Verantwortung, Care-Arbeit, Job), oder kommen die Grübelthemen eher erst, wenn es ruhig wird?
Beitrag melden
Oh ja, dieses „wenn’s endlich ruhig ist, geht der Kopf erst recht los“ ist bei ganz vielen der Knackpunkt… Wenn du tagsüber eh schon im Daueranspannungsmodus bist, kann nachts auch Cortisol/Adrenalin einfach noch zu hoch sein, selbst wenn man todmüde ist.
Alltagstauglich fand ich (auch aus dem, was Freundinnen berichten): eine ultrakurze „Runterfahr-Schleife“ am frühen Abend, nicht erst im Bett. Also z.B. 10–15 Min spazieren um den Block, danach direkt Licht dimmen, Handy weg, und wirklich nur noch Sachen, die nichts entscheiden/fordern (keine Orga, kein „nur schnell noch…“). Und diese 3-Stichpunkte-To-do-Liste ist Gold, weil der Kopf dann nicht dauernd „vergiss das nicht!“ ruft.
Was ich noch ergänzen würde fürs 3–4-Uhr-Wachwerden: check mal, ob du abends zu spät/süß isst oder ob du eher zu wenig isst. Beides kann bei manchen den Schlaf zerschießen (Blutzucker-Achterbahn vs. „Hunger-Alarm“). Da hilft echt nur 1–2 Wochen stumpf ausprobieren: einmal leichter/früher, einmal kleiner proteiniger Snack – und schauen, wann’s ruhiger wird.
Und wenn du eh schon bei der Gyn bist: ich würd auch ganz konkret sagen „ich wache regelmäßig zwischen 3 und 4 auf und bin dann hellwach“, dann nehmen sie’s oft ernster und denken eher an Blutwerte/ggf. auch Schlafhygiene/Stress mit.
Ist dein Kopf dann eher bei konkreten Sorgen (Familie/Job/Geld) oder eher so ein diffuses „innerlich wach“ ohne klaren Inhalt?
Beitrag melden
Lesen ist ohne Anmeldung möglich. Zum Antworten musst du dich anmelden.
Anmelden