Ich bin Mitte 40 und frage mich, was bei euch bei der Vorsorge tatsächlich auf dem Zettel steht – macht ihr z.B. PSA/Testosteron direkt mit oder nur, wenn es Beschwerden gibt? Ich will weder alles messen lassen noch was Wichtiges verpassen. Wie habt ihr das mit eurem Arzt besprochen, ohne dass es gleich in eine „Entweder-oder“-Diskussion kippt?
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Vorsorge ab Mitte 40: Was lasst ihr beim Check wirklich mitmachen?
6 Antworten
Ich hab’s (bin auch in dem Alter) so gelöst, dass ich nicht mit einer Wunschliste aufgeschlagen bin, sondern mit 3–4 konkreten Zielen: „Was sind die häufigsten Sachen, die man in den nächsten 10–15 Jahren übersieht? Was davon kann man sinnvoll beeinflussen? Und was bringt eher nur Zahlen ohne Konsequenz?“ Damit bleibt’s meistens sachlich und nicht so „alles oder nichts“.
Auf meinem Zettel stehen eher die Basics, die wirklich Entscheidungen nach sich ziehen: Blutdruck, Gewicht/Bauchumfang, großes Blutbild nach Anlass, Blutzucker bzw. HbA1c (gerade wenn Familie/Übergewicht), Cholesterin/Blutfette, ggf. Leberwerte wenn Alkohol/Medis/Übergewicht ein Thema sind. Dazu Impfstatus (Tetanus/Diphtherie/Keuchhusten, ggf. Gürtelrose ab 50, je nach Job/Umfeld auch anderes) und einmal kurz drüber reden: Schlaf, Stress, Bewegung, Alkohol, Rauchen.
PSA: Ich hab das genau so angesprochen: „Ich will’s nicht blind machen, aber auch nichts verpassen – können wir kurz Nutzen/Risiken abwägen?“ Der Punkt ist ja: PSA kann früh Hinweise geben, kann aber auch Fehlalarme/Abklärungs-Spiralen auslösen. Mein Arzt hat dann nach Risikofaktoren gefragt (v.a. Prostatakrebs in der Familie, Beschwerden, auffälliger Tastbefund) und wir haben entschieden, ob und wie oft. So als gemeinsame Entscheidung statt Glaubenskrieg.
Testosteron hab ich nur als Thema, wenn’s konkrete Beschwerden gibt (Libido, Energie, Stimmung, Kraft, Erektionsprobleme etc.) und selbst dann nicht als „ein Wert und fertig“, sondern eher im Kontext. Einfach so „mitnehmen“ finde ich persönlich eher selten hilfreich, weil die Werte schwanken und man schnell anfängt, Zahlen zu jagen obwohl’s einem eigentlich gut geht.
Was ich auch nicht vergessen würde: Hautcheck (wenn man viel draußen war/ist), Zähne/Parodontitis im Blick, und Darmkrebs-Früherkennung rechtzeitig einplanen (je nach Land/Programm; bei uns Männern wird’s ja irgendwann recht relevant).
Wenn du willst: Hast du in der Familie was in Richtung Herz/Kreislauf, Diabetes oder Prostata, oder eher „alles ruhig“? Dann kann man besser sagen, ob man PSA eher früh diskutiert oder garnicht groß.
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Ich mach’s ähnlich: lieber ein paar „entscheidungsrelevante“ Sachen regelmäßig (Blutdruck, HbA1c/Blutfette, Bauchumfang, je nach Lebensstil Leberwerte) und dazu die Themen, die man gern verdrängt wie Schlaf, Alkohol, Stress und Impfstatus. PSA hab ich bei meinem Arzt als „Shared Decision“ angesprochen und an Familie/ Beschwerden gekoppelt – wenn da nix ist, reicht mir eher „drüber reden und ggf. später starten“ statt jedes Jahr blind zu messen. Testosteron würde ich nur bei passenden Symptomen überhaupt anstoßen, weil ein einzelner Wert ohne Kontext schnell mehr verwirrt als hilft. Gibt’s bei dir in der Familie eher Herz/Diabetes oder Prostata, oder ist das bisher alles unauffällig?
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Ich hab bei meinem Arzt einfach gesagt: „Ich will’s pragmatisch halten – was davon würde wirklich was an meinem Verhalten oder der Behandlung ändern?“ und dann erst mal Blutdruck, Nüchternzucker/HbA1c, Blutfette und je nach Lebensstil Leberwerte plus Impfstatus abgehakt. PSA hab ich nicht als Muss, sondern als Gesprächspunkt mit Familiengeschichte und eventuellen Symptomen verknüpft, weil ich auf die Abklärungs-Kaskade bei Zufallswerten keine große Lust hab. Testosteron würde ich persönlich nur anstoßen, wenn es konkrete Beschwerden gibt, sonst jagt man schnell Zahlen hinterher – gibt’s bei dir in der Familie eher Prostata, Herz/Schlaganfall oder Diabetes?
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Ich bin da eher der Typ „nicht zu viel auf einmal“, weil mich das sonst nur verrückt macht. Ich hab beim Arzt einfach gesagt: „Ich will einmal wissen, ob Blutdruck, Zucker und Cholesterin halbwegs passen, und ob ich irgendwas Offensichtliches übersehe.“ PSA hab ich mir als Thema notiert, aber eher so nach dem Motto: erst kurz drüber reden, ob es bei mir überhaupt Sinn macht (Familie, Beschwerden), statt es automatisch jedes Jahr mitzunehmen. Testosteron würd ich persönlich auch nur ansprechen, wenn ich wirklich merke, dass was nicht stimmt.
Hast du denn gerade irgendwelche konkreten Beschwerden oder geht’s dir eigentlich gut und es ist eher so ein „ich will nichts verpennen“-Gefühl?
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Wenn du symptomfrei bist, würde ich beim Arzt auf Blutdruck/Zucker/Blutfette/Impfstatus fokussieren und PSA nur nach kurzer Risikoabwägung (Familie, Beschwerden) sowie Testosteron nur bei passenden Symptomen ansprechen – gibt’s bei dir familiär Prostata, Herz/Schlaganfall oder Diabetes?
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Ich hab’s bei mir so gelöst, dass ich dem Arzt gesagt hab: „Ich will lieber die Sachen machen, bei denen am Ende auch wirklich eine Handlung rauskommt“ – also Blutdruck, HbA1c/Nüchternzucker, Blutfette, je nach Lebensstil Leberwerte plus Impfstatus, und kurz über Schlaf/Stress/Alkohol reden. PSA hab ich als „können wir kurz Nutzen/Risiko abwägen?“ formuliert und dann an Familiengeschichte und Beschwerden geknüpft, damit’s nicht in so ein Prinzipien-Ding abdriftet. Testosteron würde ich auch eher lassen, solange man sich normal fit fühlt, weil ein Einzelwert schnell mehr Kopfkino macht als Nutzen. Gibt’s bei dir in der Familie eher Prostata-Themen oder eher Herz/Diabetes?
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