Mir fällt auf, dass wir oft nur noch To-dos absprechen und kaum über das reden, was uns wirklich beschäftigt. Wenn ich Nähe anspreche, wirkt das schnell wie „schon wieder ein Thema“ und ich ziehe mich dann eher zurück. Wie schafft ihr es, solche Gespräche anzustoßen, ohne dass es gleich nach Kritik oder Drama klingt?
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Wenn man sich im Alltag nur noch organisiert
2 Antworten
Ich kenn das auch aus dem Alltag, dass man irgendwann nur noch „Wer holt was ab, wer macht was?“ redet und der Rest bleibt liegen. Mir hilft manchmal was ganz Einfaches: nicht mit „Wir müssen mal reden“, sondern so nebenbei, wenn gerade kurz Ruhe ist, z.B. beim Abwasch oder im Auto. Dann eher klein anfangen mit „Ich vermiss dich gerade ein bisschen“ oder „Ich würd gern wieder mehr wir sein“, ohne gleich eine Liste an Punkten.
Und ich hab gemerkt, wenn ich vorher sage „Ich will gar keinen Streit, ich will nur kurz Nähe“, nimmt das oft Druck raus. Manchmal hilft auch eine konkrete Mini-Frage statt dem großen Gespräch, sowas wie: „Was war heute eigentlich das Nervigste bei dir?“ oder „Was hat dich heute gefreut?“ Das klingt weniger nach Kritik und mehr nach Interesse.
Wie reagiert dein Partner/deine Partnerin denn, wenn du es ganz kurz und weich ansprichst – eher genervt, überfordert oder einfach müde?
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Mir hilft, in einem ruhigen Moment mit einem Ich-Satz und einer winzigen Bitte anzufangen („Ich vermiss dich gerade – können wir 10 Minuten ohne Handy reden?“) und dann erst mal nur zuzuhören: Was passiert bei deinem Gegenüber bei so einem kurzen Einstieg?
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